Initiative: Gemeinnütziges Vererben im Trend

Initiative: Gemeinnütziges Vererben im Trend
Fast ein Viertel der Deutschen, die 50 oder mehr Jahre alt sind, überlegt einer Umfrage zufolge, ihren Nachlass dem Gemeinwohl zugutekommen zu lassen. Regional und konfessionell gibt es dabei teils große Unterschiede.

Berlin (epd). Fast jeder vierte Deutsche ab 50 Jahren erwägt laut einer Studie, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Insgesamt liege der Anteil bei 23,2 Prozent, bei Kinderlosen könnten sich sogar gut 35 Prozent eine solche Form des Nachlasses vorstellen, teilte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ am Freitag in Berlin unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage mit. Die 26 Mitgliedsorganisationen hätten 2025 einen Rekord von 148 Millionen Euro aus Nachlässen verzeichnet, innerhalb von vier Jahren sogar mehr als 570 Millionen Euro.

Aus dem Spendenmonitor geht hervor, dass Bremen bei möglichen Nachlässen für gemeinnützige Organisationen der Spitzenreiter unter den Bundesländern ist. Dort können sich demnach 33,4 Prozent vorstellen, für einen guten Zweck zu vererben. In den anderen Stadtstaaten ist die Bereitschaft mit 16,9 Prozent in Berlin und 15,3 Prozent in Hamburg deutlich kleiner. Auf die geringste Resonanz stößt gemeinnütziges Vererben mit 14,7 Prozent in Hessen.

Tierschutz beliebtester Zweck

Auch konfessionell zeigen sich Unterschiede. Bei evangelisch geprägten Menschen liegt die Bereitschaft mit 22,4 Prozent deutlich höher als bei Katholiken mit 16,2 Prozent. Beliebtester Spendenzweck ist der Tierschutz mit rund 43 Prozent, gefolgt von Umwelt- und Naturschutz sowie Kinder- und Jugendhilfe.

Die Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising-Verbandes, Larissa Probst, schloss daraus, den Menschen lägen „der Erhalt unseres Planeten und die Zukunft kommender Generationen am Herzen“. Fast 29 Prozent gaben zudem an, verhindern zu wollen, dass ihr Geld an den Staat fließt.