Hannover, Bremen (epd). Die Menschen in Niedersachsen und Bremen haben einer Studie zufolge die höchste Bereitschaft, ihr Erbe für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen. So könnten sich in Bremen 33,4 Prozent der Menschen dies vorstellen, teilte die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ am Freitag in Berlin mit. Im Flächenland Niedersachsen sind es laut dem Deutschen Spendenmonitor aktuell 26,7 Prozent. Am geringsten ist die Bereitschaft zum gemeinnützigen Vererben demnach im Saarland (16,1 Prozent), in Hamburg (15,3 Prozent) und in Hessen (14,7 Prozent).
Der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“gehören 26 Organisationen an, darunter die Deutsche Umwelthilfe, der Naturschutzbund, Amnesty International und die Tierschutz-Organisation „Vier Pfoten“. Den jährlichen Spendenmonitor gibt der Deutsche Fundraising Verband gemeinsam mit dem Deutschen Institut für soziale Fragen heraus. Er wird vom Marktforschungsinstitut Bonsai ausgeführt. Als weiteres Ergebnis der Studie zeigte sich, dass Kinderlose mit 35,2 Prozent eine höhere Bereitschaft zum gemeinnützigen Vererben haben als die Gesamtheit der Befragten (23,2 Prozent).
Tier- und Umweltschutz als Ziele
Die Gelder sollen nach dem Willen der Vererbenden in erster Linie in den Tierschutz (43,1 Prozent) fließen, gefolgt vom Umwelt- und Naturschutz (31,8 Prozent) sowie der Kinder- und Jugendhilfe (28,3 Prozent). Die Bereitschaft zum gemeinnützigen Erbe sei zudem bei evangelisch geprägten Menschen mit 22,4 Prozent um 7,7 Prozentpunkte höher als bei Katholiken mit 17 Prozent, hieß es.
Allein die Mitgliedsorganisationen der Initiative hätten im vergangenen Jahr 148 Millionen Euro an Zuwendungen aus Nachlässen erhalten. Dies sei ein historischer Rekord gewesen. In den vergangenen vier Jahren kamen den Angaben zufolge mehr als 570 Millionen Euro zusammen




