Politische Kriminalität in Brandenburg weiter hoch

Politische Kriminalität in Brandenburg weiter hoch

Potsdam (epd). In Brandenburg ist die Zahl politisch motivierter Straftaten im vergangenen Jahr um 20 Prozent zurückgegangen. Mit insgesamt 5.443 erfassten Fällen wurde 2025 dennoch der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre verzeichnet. Dies geht aus der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität im Bundesland hervor, die am Donnerstag in Potsdam vorgestellt wurde. Hintergrund sei der Rückgang von Straftaten im Zusammenhang mit Wahlen, hieß es.

Schwerpunkt war 2025 mit 3.557 Fällen erneut der Rechtsextremismus. Hier gab es einen Rückgang um knapp zwei Prozent. Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten stieg der Statistik zufolge zugleich um knapp 30 Prozent auf 145 erfasste Fälle. Die Zahl links motivierter Straftaten ging um 35,5 Prozent auf 756 zurück, die Zahl linker Gewalttaten sank um mehr als 33 Prozent auf 34.

Fast 7.000 Fälle 2024

2024 waren in Brandenburg gut 6.800 Fälle politisch motivierter Kriminalität erfasst worden. Der Anstieg um rund 70 Prozent gegenüber 2023 wurde vor allem auf das Wahljahr zurückgeführt, in dem in Brandenburg Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen stattfanden. Schwerpunkt war 2024 mit 3.626 Straftaten die rechts motivierte Kriminalität, bei der eine Zunahme um 46,5 Prozent verzeichnet wurde.