Kongo und M23-Miliz einigen sich auf Überwachung von Waffenruhe

Kongo und M23-Miliz einigen sich auf Überwachung von Waffenruhe
Trotz einer vereinbarten Waffenruhe halten die Kämpfe im Osten des Kongo an. In der Schweiz wurde nun ein Mechanismus zur Überwachung vereinbart.

Nairobi, Montreux (epd). Die kongolesische Regierung und die M23-Rebellen haben sich auf Schritte zur Überwachung einer Waffenruhe im Osten des Landes geeinigt. Ein entsprechendes Memorandum hätten die Konfliktparteien am Mittwochabend unterzeichnet, berichtete der französische Auslandssender RFI am Donnerstag. Vertreter der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und der M23-Miliz verhandeln seit Montag in der Schweiz über einen Weg zum Frieden. Auf eine Waffenruhe hatten sie sich im Oktober in der katarischen Hauptstadt Doha geeinigt.

Im Ostkongo kämpfen die Armee und dutzende Rebellengruppen um Macht und Kontrolle über die reichen Bodenschätze. Die M23 ist derzeit die stärkste nichtstaatliche Kraft. Sie beherrscht seit 2025 große Teile der Regionen Nord- und Südkivu und hat eine eigene Verwaltungsstruktur aufgebaut.

Millionen Menschen leiden unter Gewalt und Hunger

Die nun beschlossenen Vereinbarungen beinhalten laut RFI unter anderem, dass die Rebellen ihre eigenen Beamten als Teil des Kontrollmechanismus in Zusammenarbeit mit der UN-Mission im Kongo (Monusco) einsetzen können. Die Absprachen sollen demnach von der Konferenz der Großen Seen überwacht werden.

Weiteres Thema der Verhandlungen, die wegen des Krieges im Nahen Osten von Doha in die Nähe der schweizerischen Stadt Montreux verlegt wurden, ist die humanitäre Situation im Ostkongo. In Nord- und Süd-Kivu sind den UN zufolge derzeit rund 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht, fast sechs Millionen haben nicht genug zu essen.