Wiesbaden (epd). Die Zahl der Mütter und Väter, die Elterngeld beziehen, geht zurück. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, erhielten im vergangenen Jahr rund 1,61 Millionen Frauen und Männer in Deutschland Elterngeld. Das waren rund 62.000 oder 3,7 Prozent weniger als im Jahr 2024. Die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug ging um 15.000 oder 3,4 Prozent auf 417.000 zurück, die Zahl der Frauen um 47.000 oder 3,8 Prozent auf 1,19 Millionen.
Damit sank die Zahl der Elterngeldbeziehenden im vierten Jahr in Folge und lag 13,9 Prozent niedriger als 2021. Diese Entwicklung spiegelt den Statistikern zufolge auch den Rückgang der Geburten in den vergangenen Jahren wider.
Nach Angaben des Bundesamtes planten im vergangenen Jahr 648.000 Bezieherinnen und Bezieher von Elterngeld (40,3 Prozent) zumindest anteilig die Inanspruchnahme von Elterngeld Plus - ein Höchststand. Das Elterngeld Plus fällt monatlich niedriger aus als das sogenannte Basiselterngeld, wird dafür aber länger gezahlt.
Ein Viertel der Beziehenden sind Väter
Arbeiten beide Elternteile parallel in Teilzeit, können mit dem Partnerschaftsbonus bis zu vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus in Anspruch genommen werden. Von dieser Möglichkeit machten allerdings nur 8,3 Prozent der Beziehenden von Elterngeld Plus Gebrauch.
Der Väteranteil lag im Jahr 2025 mit 25,9 Prozent nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 25,8 Prozent). 2024 war der männliche Anteil der Elterngeldbezieher erstmals leicht rückläufig, nachdem er zuvor seit 2015 kontinuierlich gestiegen war - von damals 20,9 Prozent.
Die durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs lag bei den Frauen im Jahr 2025 unverändert bei 14,9 Monaten. Die von Männern angestrebte Bezugsdauer war mit durchschnittlich 3,8 Monaten deutlich kürzer und im Vergleich der vergangenen Jahre nahezu konstant.



