Evaluation: Deutschlandticket schützt Klima und fördert Teilhabe

Evaluation: Deutschlandticket schützt Klima und fördert Teilhabe
Das Deutschlandticket zeigt Wirkung. Menschen mit geringem Einkommen sind einer Evaluation zufolge mobiler und die Pkw-Nutzung nimmt ab.

Berlin (epd). Das Deutschlandticket hat laut einer Evaluation im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr positive Auswirkungen auf das Klima und sorgt für mehr Teilhabe. Aktuell nutzen rund 14,5 Millionen Menschen, also etwa ein Fünftel der Bevölkerung, das Angebot, wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Insbesondere Menschen mit geringerem Einkommen seien durch das Deutschlandticket mobiler und profitierten dadurch von größerer gesellschaftlicher Teilhabe.

Obwohl die Nutzung des Tickets im vergangenen Jahr infolge von Preisdiskussionen stagniert sei, zeige sich eine „signifikante Verlagerung vom privaten Pkw zum öffentlichen Verkehr“, hieß es. Dadurch würden den Gutachtern zufolge jährlich rund 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

Finanzierung bis 2030 gesichert

„Das Deutschlandticket wirkt“, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Die Finanzierung des Deutschlandtickets sei bis 2030 durch Bund und Länder gesichert.

Besonders in den Metropolen ist die Nachfrage der Evaluation zufolge groß. Zudem zeige die Studie, dass Menschen, die die öffentlichen Verkehrsmittel nur gelegentlich nutzten, durch das Deutschlandticket stärker an den öffentlichen Verkehr gebunden werden konnten. Laut Gutachten könnte die Zahl der genutzten Deutschlandtickets um bis zu 5,8 Millionen vergrößert werden. Hierfür müssten insbesondere frühere Nutzerinnen und Nutzer reaktiviert und konsequentes Marketing betrieben werden.