Washington, Frankfurt a.M. (epd). US-Präsident Donald Trump attackiert den Papst. Leo XIV. solle sich zusammenreißen, der radikalen Linken nicht nach dem Munde reden und sich darauf konzentrieren, ein großer Papst zu sein und kein Politiker, schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) im Netzwerk Truth Social. Das schade dem aus den USA stammenden Kirchenoberhaupt sehr. Und was noch wichtiger sei. „Es schadet der katholischen Kirche“, schrieb Trump.
Leo XIV. hatte Trump in den vergangenen Tagen mehrfach für dessen Kriegskurs gegen den Iran kritisiert. Trumps Drohen mit dem Auslöschen einer ganzen Zivilisation, die dieser kurz vor einer Einigung auf eine Waffenruhe mit dem Iran ausgesprochen hatte, nannte er „inakzeptabel“.
Trump: Ohne mich wäre Leo nicht Papst
Trump behauptete, ohne ihn wäre Robert Prevost im vergangenen Mai nicht zum Papst gewählt worden. „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan“, schrieb der US-Präsident. Seiner Argumentation zufolge wurde Prevost gewählt, weil die katholische Kirche geglaubt habe, sie stelle sich gut mit ihm als Präsident der USA, wenn sie einen Landsmann zum Kirchenoberhaupt wählt.
Trump schrieb, er wolle keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, weil er genau das tue, wozu er mit einem Erdrutschsieg gewählt worden sei: Tiefststände bei der Kriminalität zu erreichen und den „besten Aktienmarkt der Geschichte“ zu schaffen.



