Bonn (epd). Die Menschen in Deutschland haben ihren Fleischkonsum im vergangenen Jahr gesteigert. Wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft am Dienstag in Bonn mitteilte, verzehrten sie pro Kopf durchschnittlich 54,9 Kilogramm Fleisch. Das waren 1,4 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Für den Anstieg sorgte vor allem ein „Allzeithoch“ beim Verzehr von Geflügelfleisch von durchschnittlich knapp 15 Kilogramm pro Person.
Seit drei Jahren lande damit nun wieder mehr Fleisch und Wurst auf den Tellern. Das Verzehrniveau früherer Jahre wie etwa 2011 mit 63,8 Kilogramm Fleisch werde aber nicht mehr erreicht, hieß es. Lediglich beim Geflügelfleisch sei der Verzehr auf einen Rekordwert von durchschnittlich 14,7 Kilogramm pro Person gestiegen. Neben der zunehmenden Beliebtheit von Geflügelfleisch dürfte nach Einschätzung des Bundesinformationszentrums der geringere Verbraucherpreisanstieg im Vergleich zu anderen Fleischsorten zum höheren Absatz beigetragen haben
Bei Konsumenten war Schweinefleisch der Favorit
Unter den Fleischsorten blieb den Angaben zufolge Schweinefleisch bei den Verbrauchern aber der Favorit. Mit durchschnittlich 28,3 Kilogramm pro Person machte diese Fleischsorte 2025 demnach knapp 52 Prozent des gesamten Fleischverzehrs pro Person aus.
Dem wachsenden Fleischverbrauch stand 2025 eine um 0,3 Prozent geringere Fleischproduktion von insgesamt 7,3 Millionen Tonnen in Deutschland gegenüber. Um den höheren Fleischverbrauch zu decken, stieg die Einfuhr von Fleisch einschließlich fleischhaltiger Produkte und Innereien um fast elf Prozent auf rund 3,6 Millionen Tonnen, wie das Bundesinformationszentrum mitteilte. Vor allem beim knapp verfügbaren Rindfleisch, aber auch bei Geflügel- und Schaffleisch, kam es den Angaben zufolge zu umfangreicheren Importen.



