Berlin (epd). Der Iran-Krieg verschärft nach Worten von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) weltweit humanitäre Krisen. „Während wir hier jetzt vor allem die steigenden Preise im Alltag merken, kämpfen Millionen Menschen in Ländern wie dem Sudan oder Somalia ums Überleben, erklärte Alabali Radovan am Donnerstag in Berlin. Eine ohnehin schon extrem unsichere Ernährungslage drohe dort “komplett zu kollabieren".
Die Ministerin erklärte, durch den Krieg gerieten Hilfsorganisationen unter Druck. „Hohe Energie- und Transportkosten und unterbrochene Lieferketten erschweren ihre Arbeit vielerorts massiv“, sagte sie. Besonders dramatisch sei der wachsende Mangel an Düngemitteln. Viele Länder in Ostafrika seien auf die Importe angewiesen. „Wenn wir jetzt nicht handeln, drohen bei der nächsten Ernte massive Ausfälle“, sagte Alabali Radovan.
UN befürchteten drastischen Anstieg hungernder Menschen
Das Welternährungsprogramm hatte kürzlich davor gewarnt, dass durch den anhaltenden Nahostkonflikt 45 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger getroffen werden könnten. Alabali Radovan sagte, die Preise stiegen aufgrund der Knappheit. „Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis und pflanzliche Öle werden für viele unbezahlbar“, sagte sie.



