Millionen bei Samstag-Kundgebungen gegen Trump erwartet

Millionen bei Samstag-Kundgebungen gegen Trump erwartet
In allen fünfzig US-Bundesstaaten haben sich am Samstag Menschen gegen das ihrer Ansicht nach zunehmend autoritäre Verhalten des US-Präsidenten versammelt. Die "No Kings"-Proteste sind womöglich die größten Kundgebungen in der Geschichte der USA.

Washington (epd). In den USA haben sich am Samstag Menschen zu landesweiten „No Kings“-Kundgebungen versammelt. Sie protestieren gegen das ihrer Ansicht nach zunehmend autoritäre Vorgehen von US-Präsident Donald Trump. Auf Plakaten und Schildern mit Botschaften wie „Verteidigt Demokratie“ und „Amerika hat keine Könige“ wenden sich die Demonstranten zudem gegen den Iran-Krieg und die Einwanderungsbehörde ICE. Mehr als 3.000 Kundgebungen sind angemeldet, Millionen Teilnehmer werden erwartet. Nach Darstellung der Organisatoren könnten es die größten Proteste in der Geschichte der USA werden.

Donald Trump habe „Gesetzlosigkeit auf eine neue Ebene gebracht“, erklärte die Vertreterin des Bürgerverbandes „Public Citizen“, Lisa Gilbert, vor der Kundgebung. Er führe einen illegalen Krieg, Männer von ICE terrorisierten Gemeinschaften. Zudem bereicherten sich Trump und seine Familie. Milliarden Dollar würden für den Iran-Krieg ausgegeben, während die Regierung angeblich kein Geld für die Krankenversicherung habe, klagte die Präsidentin der Lehrer- und Lehrerinnengewerkschaft, Randi Weingarten.

Dritte "No Kings”-Kundgebung

Es ist die dritte "No Kings”-Kundgebung (keine Könige). Die erste war im Juni vergangenen Jahres. Im Oktober 2025 haben daran mehrere Millionen Menschen teilgenommen.

Trumps Zustimmungswerte sind in den letzten Monaten gefallen. Laut dem Public Religion Research Institute halten nur 35 Prozent der Bevölkerung Trumps Maßnahmen gegen Einwanderung für gut, verglichen mit 48 Prozent im März 2025. Laut einer Erhebung des Forschungsinstituts Pew Research Center sind 61 Prozent mit Trumps Iran-Politik nicht einverstanden.

„Gegenmittel zur Unterdrückung“

Widerstand sei das „Gegenmittel zur Unterdrückung“, sagte Deirdre Schifeling vom Verband „American Civil Liberties Union“ bei einer Pressekonferenz. Eine Sprecherin des Weißen Haus sagte hingegen, nur „Reporter, die dafür bezahlt werden“ seien an den Kundgebungen interessiert. Kritiker, auch von linker Seite, bemängelten, dass die Forderungen nicht konkret genug seien. Dutzende Verbände haben die „No Kings“-Kundgebungen gesponsert.