VdK: Viele können nicht privat vorsorgen

VdK: Viele können nicht privat vorsorgen
Die Regierungsfraktionen haben einen Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge überarbeitet. Der VdK begrüßt die Pläne grundsätzlich, warnt aber vor einer sozialen Schieflage bei der Förderung.

Berlin (epd). Der Sozialverband VdK bewertet das von der Koalition geplante Altersvorsorge-Depot grundsätzlich positiv. Allerdings könnten sich viele Menschen private Vorsorge nicht leisten, erklärte VdK-Chefin Verena Bentele am Donnerstag. Gerade für Menschen mit niedrigen Einkommen sei die gesetzliche Rente oft die einzige verlässliche Absicherung im Alter. Derzeit haben nach ihren Angaben rund 38 Prozent der Beschäftigten keine zusätzliche Altersvorsorge.

Die Bundesregierung will die private Altersvorsorge umfassend reformieren. Unter anderem sind ab dem 1. Januar 2027 neue Vorsorgeprodukte und veränderte Fördermöglichkeiten geplant. Dazu zählt ein staatliches Standarddepot mit maximal einem Prozent Kosten, in das auch Selbstständige einbezogen werden. Der Bundestag stimmt voraussichtlich am Freitag darüber ab.

Bentele: Gesetzliche Rente muss das Fundament bleiben

Trotz des neuen Vorsorgeangebotes müsse die gesetzliche Rente das Fundament der Alterssicherung bleiben, unterstrich Bentele. Sie biete unabhängig vom Kapitalmarkt zuverlässige Leistungen und schütze umfassend vor Risiken wie Erwerbsminderung und Inflation. „Private Vorsorge kann dieses Fundament sinnvoll ergänzen, aber nicht ersetzen“, erklärte die VdK-Chefin.

Der Gesetzentwurf der Koalition sieht unter anderem vor, die Grundzulage für jeden gesparten Euro von 30 auf 50 Cent anzuheben bis zu einer Grenze von 360 Euro im Jahr. Die maximale Zusatzförderung von 300 Euro für Eltern pro Kind und Jahr kann laut dem Papier nun ab 25 Euro Sparbetrag im Monat erreicht werden. Zudem soll es ein von einem öffentlichen Träger angebotenes Standarddepot geben.