Lindau (epd). Zu Beginn der Verkehrsministerkonferenz in Lindau am Bodensee haben die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen am Mittwoch ein Positionspapier veröffentlicht. Viele Menschen seien auf Barrierefreiheit im Verkehrsbereich angewiesen. „Noch viel mehr Menschen profitieren deutlich davon“, sagte der bayerische Beauftragte Holger Kiesel. Deshalb brauche es durchgängig barrierefreie Reiseketten überall in Deutschland, unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.
Eine der Forderungen aus dem Positionspapier ist, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr konsequent barrierefrei zu machen. Dem Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn AG komme dabei besondere Verantwortung zu. Die Verkehrsministerkonferenz solle sich unter anderem für die gezielte Berücksichtigung von Barrierefreiheit im Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität einsetzen, hieß es.
Barrierefreie E-Mobilität und Bürokratieabbau
Weitere Forderungen sind ein Bürokratieabbau beim Beantragen von Behindertenparkausweisen, eine barrierefreie Infrastruktur bei öffentlichen E-Ladesäulen sowie die Entwicklung bundeseinheitlicher Standards für barrierefreie autonome Fahrzeuge. Der Verkehrssektor hae großes Potenzial, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern.



