Schutz von Stadtfesten und Events vor Extremwetter

Schutz von Stadtfesten und Events vor Extremwetter
Sturm, Hitze und Starkregen können Veranstaltungen wie Stadtfeste oder Open-Air-Konzerte gefährden oder kurzfristig zum Abbruch zwingen. Wissenschaftler haben einen Leitfaden für den Schutz von Events vor Extremwetter-Ereignissen entwickelt.

Osnabrück (epd). Vom Klimawandel verursachte Risiken wie Hitze, Starkregen oder Sturm machen Forschern zufolge der Eventbranche zunehmend zu schaffen. In dem dreijährigen Projekt „KlimaEvent“ haben Wissenschaftler der Hochschule und der Universität Osnabrück analysiert, welche Risiken Freiluft-Events durch Extremwetter drohen und wie diese dennoch sicher geplant und umgesetzt werden können, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte. Betroffen seien rund 1,5 Millionen Menschen, die in der Branche arbeiteten.

„Die Eventbranche ist wirtschaftlich sehr bedeutend, steht aber beim Thema Klimaanpassung noch am Anfang“, betonte Kai Michael Griese, Professor für Betriebswirtschaftslehre. Viele Maßnahmen würden erst ergriffen, wenn bereits Schäden entstanden seien. „Unser Projekt zeigt, wie sich Risiken frühzeitig erkennen und systematisch in die Planung integrieren lassen.“

Checklisten für Extremwetter

Aus den Analysen haben die Wissenschaftler den Angaben zufolge einen Leitfaden für klimaangepasste Veranstaltungen vom kleinen Stadtfest bis zum Großevent entwickelt. Das Vorhaben wurde vom Bundesumweltministerium mit 122.000 Euro gefördert.

Am Beispiel des Historischen Marktes in Bad Essen bei Osnabrück, der jährlich mehr als 50.000 Besucher anziehe, hätten die Forschenden Checklisten für Extremwetter einschließlich konkreter Schwellenwerte und Warnstufen erarbeitet. Sie geben Tipps für Risikoanalysen und gutes Krisenmanagement. „Entscheidend ist, dass Klimaanpassung frühzeitig Teil der Veranstaltungsplanung wird“, betonte Projektleiterin Kim Werner.