Wiesbaden (epd). Etwa jedes 32. im Jahr 2024 in Deutschland geborene Kind war ein Mehrling. Insgesamt kamen im vorvergangenen Jahr bundesweit 680.017 Kinder zur Welt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Davon waren 21.040 Neugeborene Zwillinge, Drillinge oder hatten noch mehr gleichaltrige Geschwister. Der Anteil der Mehrlingsschwangerschaften gehe nach einem jahrzehntelangen Anstieg seit 2017 zurück und habe 2024 den niedrigsten Stand seit 1997 erreicht, hieß es.
Als Grund nannte die Statistikbehörde die Entwicklung der modernen Reproduktionsmedizin, bei der Frauen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung früher oft mehrere Embryonen eingesetzt wurden. Inzwischen werde zunehmend nur ein Embryo eingesetzt, was zu weniger Mehrlingsschwangerschaften führe.
Anteil der Zwillingsschwangerschaften fast 98 Prozent
Am häufigsten ist die Mehrlingsschwangerschaft mit Zwillingen (97,7 Prozent): Von den 2024 geborenen 21.040 Mehrlingen waren 20.550 Zwillinge. Zudem kamen 453 Drillinge zur Welt.
Mehrlingsschwangerschaften nehmen mit dem Alter der Mutter zu. Das spiegelt sich auch in der Statistik zu den Mehrlingsgeburten: Das Durchschnittsalter der Frauen, die Zwillinge, Drillinge oder noch mehr Kinder zur Welt brachten, lag 2024 bei 32,9 Jahren, Mütter von einem Kind waren damals im Schnitt 31,8 Jahre alt.



