Kubas Regierung bestätigt Gespräche mit Washington

Kubas Regierung bestätigt Gespräche mit Washington
Seit dem Angriff auf Venezuela haben die USA auch den Druck auf Kuba erhöht. Nun gab es laut der Regierung des Karibikstaates Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.

Mexiko-Stadt, Havanna (epd). Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat Verhandlungen zwischen seiner Regierung und den Vereinigten Staaten bestätigt. Dies berichtete die Nachrichtenplattform „Cuba Debate“ am Freitag. Regierungsvertreter hätten kürzlich Gespräche mit der US-Regierung geführt, „um im Dialog eine mögliche Lösung für die bilateralen Differenzen zwischen den beiden Nationen zu finden“, sagte Díaz-Canel demnach auf einer Pressekonferenz in Havanna.

Seit dem Angriff der US-Streitkräfte auf Venezuela am 3. Januar unterliegt Kuba einem Öl- und Gasembargo der Vereinigten Staaten. Díaz-Canel erklärte, „in diesen Momenten extremer Spannungen“ seien auch Räume entstanden, um Verständnis zu schaffen. Der direkte Kontakt sei durch internationale Akteure ermöglicht worden.

Dutzende Gefangene freigelassen

Am Donnerstag hatte die Regierung die Freilassung von 51 Gefangenen unter der Schirmherrschaft des Vatikans angekündigt. Der Vatikan nimmt seit Jahrzehnten eine Vermittlungsrolle zwischen dem kommunistisch regierten Karibikstaat und Washington ein.

Díaz-Canel erklärte, dass Kuba momentan „sehr widrigen Bedingungen“ ausgesetzt sei, was einen großen Einfluss auf das Leben der knapp zehn Millionen Kubanerinnen und Kubaner habe. Die einheimische Ölindustrie fördert nur gut ein Drittel des Eigenbedarfs der Insel. Die Ölblockade durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump führt zu einer zunehmend schwierigen humanitären Krisenlage.