Mexiko-Stadt (epd). Ein mexikanischer Umweltaktivist ist am Mittwoch (Ortszeit) im Bundesstaat Nayarit bei einem Attentat durch Schüsse verletzt worden. Erik Saracho Aguilar wird in einem Krankenhaus versorgt, laut der Zeitung „La Jornada“ ist sein Zustand stabil.
Menschenrechts- und Umweltorganisationen verurteilten den Anschlag auf den bekannten Umweltschützer an der als Riviera von Nayarit bekannten Region. Das mexikanische Menschenrechtsnetzwerk Red TDT kritisierte, die Behörden hätten nicht rechtzeitig auf den Angriff reagiert. Die Polizei sei „erst nach über einer Stunde am Tatort erschienen“.
Erik Saracho engagiert sich als Direktor der Organisation Jaguar-Allianz für den Schutz der Artenvielfalt. Dabei hatte er in der Vergangenheit häufiger auf die sozialen und ökologischen Risiken von großen Tourismusprojekten an der mexikanischen Pazifikküste hingewiesen.
Mexiko besonders gefährlich für Umweltschützer
Baufirmen und Unternehmer reichten gegen Erik Saracho und dessen Organisation mehrere Verleumdungskampagnen ein. Er stand schon seit längerer Zeit unter einem Schutzmechanismus für Menschenrechtsverteidiger und Journalisten. Die Schutzmaßnahmen waren jedoch offensichtlich ungenügend, wie das Red TDT nach dem Anschlag erklärte.
Mexiko gehört zu den gefährlichsten Ländern für Umweltschützer. Für 2024 dokumentierte die Nichtregierungsorganisation Global Witness 18 Morde an mexikanischen Verteidigern der Natur und der indigenen Territorien.


