Katholische Frauen fordern Predigterlaubnis und Diakonat

Katholische Frauen fordern Predigterlaubnis und Diakonat
Ein neues Vatikan-Papier befasst sich mit der Teilhabe von Frauen in der katholischen Kirche. Die Katholische Frauengemeinschaft wünscht sich nun schnelle Reformen.

Düsseldorf (epd). Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) fordert rasche Konsequenzen aus dem Abschlussbericht des Vatikans zur Rolle der Frau in der Kirche. Konkret bedeute das „eine schnelle Genehmigung der Partikularnorm zur Predigterlaubnis sowie die Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat“, erklärte die stellvertretende Bundesvorsitzende Ulrike Göken-Huismann am Mittwoch in Düsseldorf.

Die am Dienstag veröffentlichte Studie sei ein „richtiger Schritt“, der jedoch sehr spät gekommen sei, bedauerte Göken-Huismann. Es sei schade, dass Rom nicht früher darauf reagiert habe, dass Frauen jeder Altersgruppe in vielen Teilen der Welt sich im Haus des Herrn nicht mehr zu Hause fühlten und es sogar verließen. „Sie haben einfach die Zeichen der Zeit ignoriert“, sagte die Bundesvorsitzende.

Mahnung zu Mut und Geduld

Das Generalsekretariat der Synode hatte am Dienstag den Abschlussbericht „Die Teilhabe von Frauen am Leben und an der Leitung der Kirche“ veröffentlicht. Das Papier fordert zu Mut bei der Einführung von Reformen auf, mahnt aber auch zu Geduld.