UN-Hilfswerk: Nahost-Krieg zwingt immer mehr Menschen in die Flucht

UN-Hilfswerk: Nahost-Krieg zwingt immer mehr Menschen in die Flucht
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat massive Auswirkungen auf die Menschen in der Region. Allein im Libanon mussten innerhalb weniger Tage mehr als 667.000 Kinder, Frauen und Männer flüchten.

Genf (epd). Die israelischen Angriffe auf den Libanon im Zuge des Nahost-Krieges zwingen laut dem Hilfswerk UNHCR immer mehr Menschen in die Flucht. Gemäß den Behörden hätten sich sich bis Dienstag mehr als 667.000 Menschen auf einer Online-Plattform für Vertriebene im Libanon registriert, teilte die UNHCR-Landesbeauftragte, Karolina Lindholm Billing, in Genf mit.

Innerhalb eines Tages seien damit zusätzlich mehr als 100.000 Menschen im Libanon vertrieben worden. Und die Zahlen stiegen weiter, sagte sie. Rund 120.000 der Vertriebenen seien in Sammelunterkünften der Regierung untergebracht. Andere seien bei Verwandten oder Freunden untergekommen oder befänden sich noch auf der Suche nach einer Bleibe.

Hastige Flucht ohne Hab und Gut

Viele seien hastig und ohne jegliche Habseligkeiten geflüchtet. Die USA und Israel hatten Ende Februar eine massive Militärkampagne gegen den Iran begonnen. Das iranische Regime reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen und zivile Objekte in mehreren Staaten der Region sowie mit Attacken auf Israel.

Nach Raketen-Angriffen der dem Iran nahestehenden islamistischen Hisbollah-Miliz auf Israel hat sich der Konflikt auf den Libanon ausgeweitet. Israel nahm die Hisbollah im Libanon unter Beschuss und forderte die Bevölkerung auf, bestimmte Gebiete zu verlassen.