Genf (epd). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine verheerende Zwischenbilanz des Krieges der USA und Israels gegen den Iran gezogen. In den vergangenen Tagen seien mehr als 1.000 Menschen in der Nahost-Region getötet worden, erklärte die WHO-Direktorin Hanan Balkhy am Freitag in Genf. Mehr als 7.000 Menschen seien verletzt worden.
Allein der Iran habe 14 Angriffe auf Einrichtungen des Gesundheitswesens gemeldet. Auch im Libanon verschlechtere sich die humanitäre Lage rapide. Seit Montag seien mindestens 683 Verletzte und 123 Tote gemeldet worden. Fast geflüchtete 96.000 Menschen seien derzeit in mehr als 440 Notunterkünften untergebracht.
Krankenhäuser in der Region müssten mehr Einlieferungen bewältigen und zugleich mit Versorgungsengpässen und Sicherheitsrisiken für das Personal fertig werden. Patienten mit chronischen Erkrankungen seien von Behandlungen abgeschnitten, die Systeme zur Krankheitsüberwachung seien überlastet. Die vielen Vertreibungen belasteten die ohnehin schon fragilen Gesundheitsdienste zusätzlich.
Die USA und Israel hatten am Samstag vergangener Woche eine massive Militärkampagne gegen den Iran begonnen. Das iranische Regime reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen und zivile Objekte in mehreren Staaten der Region sowie mit Attacken auf Israel. Nach Raketen-Angriffen der dem Iran nahestehenden Hisbollah auf Israel hat sich der Konflikt auf den Libanon ausgeweitet.


