Hamburg (epd). Die Frauenquote in Führungspositionen ist in Deutschland laut einer Analyse des Informationsdienstleisters CRIF so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Sie betrage aktuell 23,5 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag in Hamburg mitteilte.
Regional gibt es demnach Unterschiede: Spitzenreiter ist Brandenburg mit einer Frauenquote in Führungspositionen von 28,3 Prozent, Schlusslicht ist Bremen mit 19,4 Prozent.
Die Dichte von Frauen in Führungspositionen liegt laut CRIF bundesweit bei 75 weiblichen Führungskräften je 10.000 Einwohner. Die Männerdichte betrage 380. Die im Ländervergleich höchste Frauendichte bei Führungspositionen habe Hamburg mit 134 weiblichen Führungskräften je 10.000 Einwohner. Auf dem letzten Platz landet Rheinland-Pfalz (57).
Baugewerbe auf dem letzten Platz
Auch bei den männlichen Führungskräften zeige die Analyse deutliche regionale Unterschiede. In Hamburg, hier ebenfalls Spitzenreiter, gebe es 729 männliche Führungskräfte auf 10.000 Einwohner. Thüringen ist laut CRIF Schlusslicht (267).
Das Gesundheitswesen bleibt der Analyse zufolge mit 39,4 Prozent weiblichen Führungskräften der Bereich, in dem Frauen bundesweit am stärksten in Leitungsrollen vertreten sind. Im Handel (28,3 Prozent) und im Verlagswesen (24,8 Prozent) lägen die Anteile ebenfalls über dem Durchschnitt. Die Sektoren Schifffahrt (10,9 Prozent), Maschinenbau (10,4 Prozent) und Baugewerbe (10,2 Prozent) liegen dagegen auf den hintersten Plätzen.
Für die Analyse wertete CRIF nach eigenen Angaben rund 1,8 Millionen Führungspositionen in mehr als einer Million Unternehmen aus. Bei den Positionen handelt es sich um Geschäftsführer, Aufsichtsratsmitglieder und -vorsitzende, geschäftsführende Gesellschafter sowie um Vorstandsmitglieder und -vorsitzende.


