Sönke Rix neuer Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

Sönke Rix neuer Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Bundeszentrale für politische Bildung eine neue Spitze bekommt. Am Mittwoch berief das Bundeskabinett Sönke Rix zum neuen Präsidenten.

Berlin (epd). Der SPD-Politiker Sönke Rix ist neuer Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Bundeskabinett berief den 50-Jährigen am Mittwoch als neuen Leiter der Bundeszentrale, die mit ihren Bildungsangeboten das demokratische Bewusstsein fördern will. Der Posten an der Spitze war ein halbes Jahr lang vakant, nachdem der langjährige Präsident Thomas Krüger sich Ende August vergangenen Jahres in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Stellvertretender Präsident der Bundeszentrale wird der CSU-Politiker und ebenfalls ehemalige Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich. Beide haben ihre Amtsgeschäfte den Angaben zufolge zum 1. März aufgenommen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, Desinformation durch ausländische Einflussnahme, Hass im Netz und die Zuspitzung durch Extremisten an den Rändern bedrohten den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Umso wichtiger ist eine starke demokratische Mitte und eine moderne, zuverlässige Demokratiebildung“, sagte er.

Rix ist gelernter Erzieher

Rix war von 2005 bis 2025 Bundestagsabgeordnete, in seiner letzten Wahlperiode stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr kandidierte der gelernte Erzieher nicht erneut. Rix stammt aus Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ihren Hauptsitz in Bonn und daneben Standorte in Berlin und Gera. In diesem Jahr stehen für die Arbeit der Institution nach Angaben des Bundesinnenministeriums rund 103 Millionen Euro zur Verfügung. Sie beschäftigt knapp 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.