Berlin (epd). Pax Christi hat die Bombardierung des Iran als völkerrechtswidrigen Angriff auf einen souveränen Staat verurteilt. „Auch Staatsoberhäupter, die schwerste Verbrechen begangen haben, sind vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen und nicht extralegal hinzurichten“, erklärte die katholische Friedensorganisation am Dienstag in Berlin. Das Töten von Zivilpersonen sei ein Kriegsverbrechen.
Auch die Gewaltexzesse der iranischen Führung gegen die Freiheitsbestrebungen im eigenen Volk rechtfertigten keinen Krieg von außen, so Pax Christi weiter: „Dieser wird höchstwahrscheinlich nicht zu einem von den Iranerinnen und Iranern mehrheitlich ersehnten Regime-Change führen, sondern im Gegenteil zu noch mehr Gewalt im Land - wie auch zu Angst, Leid und Tod in der gesamten Region.“
Spirale der Gewalt durchbrechen
Die Bundesregierung habe bisher den völkerrechtswidrigen Angriff nicht verurteilt, hieß es weiter: „Das muss sie tun, wenn sie zum Völkerrecht steht.“ Pax Christi forderte die Bundesregierung auf, Waffenlieferungen und logistische Unterstützung der Kriegsparteien zu unterlassen. Bundesregierung und Europäische Union müssten sich dafür einsetzen, dass die Spirale der Gewalt durchbrochen und das Völkerrecht geachtet wird, damit in diesem Konflikt nicht noch mehr Menschen ihr Leben verlieren.


