Köln, New York (epd). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef ruft nach den Angriffen im Iran und in der Region die Konfliktparteien zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen und zur Deeskalation auf. Alle Beteiligten sollten „größtmögliche Zurückhaltung“ üben und ihren Verpflichtungen mit Blick auf Völkerrecht und Menschenrechte nachkommen, erklärte das Hilfswerk der Vereinten Nationen am Sonntag in Köln. „Dazu gehört insbesondere der Schutz der Zivilbevölkerung und der lebensnotwendigen Dienstleistungen, auf die Kinder zum Überleben angewiesen sind.“
Israel hatte gemeinsam mit den USA am Samstag einen Militärschlag gegen den Iran gestartet. Medienberichten zufolge haben iranische Streitkräfte wiederum Gegenangriffe gegen Israel und US-Militärbasen in der Golf-Region ausgeführt. „Es gibt Berichte über Angriffe auf Schulen im Iran, darunter eine Mädchenschule in Minab in der Provinz Hormozgan im Süden des Iran“, erklärte Unicef. „Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschließlich Schulen, stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.“ Gemeinsam mit anderen UN-Organisationen und humanitären Partnern prüfe das Hilfswerk die Lage und stehe bereit, Hilfe für Kinder und ihre Familien zu leisten.


