Hamburg (epd). Die Schriftstellerin Juli Zeh (51) schließt nicht aus, sich als Bundespräsidentin zur Verfügung zu stellen. „Inzwischen kann ich es mir tatsächlich irgendwann einmal vorstellen. Aber nicht jetzt, weil ich das mit der Doppelbelastung aus Beruf und Familie nicht in Einklang bringen könnte“, sagte sie der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Ausgabe vom 26. Februar).
Die Schriftstellerin und Juristin, die als ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg tätig ist, erklärte, es gebe ihrer Ansicht nach die Sehnsucht nach einer Person, die in Auftreten und Rhetorik atypisch für den Politikbetrieb und nicht eindeutig einem Lager zuzuordnen sei. „Da könnte ich vom Persönlichkeitsprofil ganz gut reinpassen“, sagte die Autorin.
Bundesversammlung wählt im Februar 2027
Die zweite Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier endet im März 2027. Kürzlich hatten sich die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen sowie Politikerinnen der Grünen für eine Frau im höchsten Staatsamt ausgesprochen. Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 gab es noch nie eine Bundespräsidentin. Die 18. Bundesversammlung muss spätestens am 16. Februar 2027 zusammenkommen, um über die Nachfolge von Steinmeier zu entscheiden.


