Mehr als 8.000 Ausländern im Jahr 2025 Aufenthaltsrecht entzogen

Mehr als 8.000 Ausländern im Jahr 2025 Aufenthaltsrecht entzogen
Mehreren Tausend Ausländern wird jedes Jahr in Deutschland das Aufenthaltsrecht entzogen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Düsseldorf (epd). Mehr als 8.000 Ausländerinnen und Ausländern ist nach Angaben der Bundesregierung im Jahr 2025 das Aufenthaltsrecht in Deutschland entzogen worden. Vor allem Menschen aus Georgien, Albanien und der Türkei waren von solchen Ausweisungsverfügungen betroffen, wie aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Zuerst hatte die Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Mittwoch) darüber berichtet.

Von den laut Ausländerzentralregister insgesamt 8.232 betroffenen Personen stammten den Angaben zufolge rund 670 aus Georgien, 660 aus Albanien und 618 aus der Türkei. Der Großteil der Ausweisungsverfügungen erging an Männer. Rund 1.410 Menschen hatten den Angaben zufolge zum Zeitpunkt der letzten Ausweisungsverfügung einen Status als anerkannter Flüchtling, Asylberechtigter oder subsidiär Schutzberechtigter.

Maßnahme der Gefahrenabwehr

Die meisten Ausweisungsverfügungen gab es mit rund 1.540 in Bayern, Baden-Württemberg (rund 1.420), Hessen (rund 1.390) und Nordrhein-Westfalen (1.197). Ein Jahr zuvor lag die Gesamtzahl der Ausweisungsverfügungen mit 9.277 etwas höher.

Die Ausweisung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr und steht oft im Zusammenhang mit einer Straftat oder einem Verdacht auf eine Straftat. Die Maßnahme beendet die Rechtmäßigkeit des Aufenthalts und löst eine Ausreisepflicht aus.