Hilfswerk Sternsinger: Viele Kinder in der Ukraine mit Traumata

Hilfswerk Sternsinger: Viele Kinder in der Ukraine mit Traumata
Häufig unterbrochener Schulunterricht durch Angriffe und Flucht in Schutzräume: Unter den russischen Angriffen auf die Ukraine leiden viele Kinder, wie das Hilfswerk "Die Sternsinger" betont. Sie benötigten pädagogische und psychosoziale Begleitung,

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk „Die Sternsinger“ hat zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine das Leid der Kinder betont. „Viele Kinder leiden an psychischen Traumata, an sozialer Isolation und Bildungsrückstand“, sagte der Ukraine-Länderreferent im Kindermissionswerk, Klemens Büscher, am Montag in Aachen. Besonders dringend benötigt werde psychosoziale und pädagogische Unterstützung von Kindern und ihren Familien.

Helfer unter schwierigen Bedingungen für die Kinder im Einsatz

Kinder lebten unter ständigem Stress, Schulunterricht werde häufig durch Luftangriffe unterbrochen, die Kinder müssten ständig in Schutzräume eilen, hieß es. Auch nach vier Jahren Krieg seien rund 20 Partner des Kindermissionswerks in der Ukraine unter schwierigsten Bedingungen weiter unermüdlich im Einsatz und stünden den Kindern bei, erklärte das katholische Hilfswerk.

Seit der russischen Invasion im Februar 2022 seien laut UN-Angaben etwa 3.200 Mädchen und Jungen in der Ukraine verletzt oder getötet worden. Mehr als 1.700 Schulen und weitere Bildungseinrichtungen seien durch den Krieg beschädigt oder vollständig zerstört worden.

Das Kindermissionswerk unterstütze seine Partner bei der Versorgung besonders bedürftiger Familien mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Neben der medizinischen Versorgung liege ein Fokus auf Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und ihre Familien, die durch den Krieg stark traumatisiert seien. Kinderzentren der Sternsinger-Partner würden Kindern und Jugendlichen eine sichere Umgebung sowie pädagogische und psychosoziale Begleitung bieten.