Tödliche Drohnenangriffe in sudanesischer Region Kordofan

Tödliche Drohnenangriffe in sudanesischer Region Kordofan
Die paramilitärische RSF-Miliz intensiviert ihre Drohnenangriffe auf die sudanesische Region Kordofan, wo sie kürzlich Gebiete an die Armee verloren hat. Dutzende Zivilisten wurden Berichten zufolge dabei bereits getötet.

Nairobi, Khartum (epd). Im Sudan greift die RSF-Miliz laut Medienberichten seit Tagen zivile Ziele in der Region Kordofan mit Drohnen an. Dabei seien bereits Dutzende Menschen getötet worden, meldete die Zeitung "Sudan Tribune” am Montag. Zuletzt seien am Sonntag Lkws mit Nahrungsmittellieferungen angegriffen und zerstört worden. Drei Menschen hätten dabei das Leben verloren. Bereits am Samstag gab es Berichte über einen Drohnenangriff, bei dem 24 fliehende Zivilisten getötet wurden.

Seit der Eskalation eines Machtkampfs zwischen der Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz 2023 herrscht im Sudan ein Krieg, der eine der schlimmsten Hunger- und Vertreibungskrisen hervorgerufen hat. Durch die Gewalt und Blockaden der Kriegsparteien ist humanitäre Hilfe in vielen Gebieten nur eingeschränkt möglich. In der Region Kordofan hatte die RSF zuletzt über Monate hinweg Städte belagert, vergangene Woche konnte die Armee dorthin vordringen und Handelswege wieder öffnen. Beide Kriegsparteien setzen aktuellste Waffentechnik ein. Die RSF wird Expertenberichten zufolge finanziell und militärisch von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt.