Regensburg (epd). Das Rettungsschiff „Sea-Eye 5“ hat gemeinsam mit dem Rettungsflugzeug „Colibri 2“ der Organisation Pilotes Volontaires insgesamt 47 Menschen im Mittelmeer aus akuter Seenot gerettet. Die Menschen hätten sich auf einem überfüllten Holzboot befunden und konnten am Montagnachmittag nach einer koordinierten Rettungsaktion sicher an Bord gebracht werden, teilte die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye am Mittwoch mit. Die italienische Rettungsleitstelle habe dem Schiff den 32 Stunden entfernten Hafen Vibo Valentia zugewiesen.
Starke Winterstürme, insbesondere der Zyklon Harry, hätten in den vergangenen Wochen die Patrouillen ziviler Seenotrettungsorganisationen erheblich erschwert, hieß es. Trotz der extremen Wetterbedingungen wagten in diesem Winter ungewöhnlich viele Geflüchtete die Überfahrt.
Hunderte Menschen gelten als vermisst
Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Nach Angaben der internationalen Organisation für Migration (IOM) gelten nach mehreren Bootsunglücken seit Jahresbeginn derzeit Hunderte Menschen als vermisst.


