DRK-Präsident Gröhe beklagt hohe Zahl von Toten unter zivilen Helfern

DRK-Präsident Gröhe beklagt hohe Zahl von Toten unter zivilen Helfern

Berlin (epd). Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, hat die hohe Zahl von getöteten humanitären Einsatzkräften in Konflikten beklagt und eine bessere Durchsetzung des völkerrechtlichen Schutzes verlangt. Im vergangenen Jahr seien weltweit mehr als 300 Helfer während ihres Einsatzes für andere Menschen getötet worden, darunter auch viele Mitarbeiter der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Das sei ein „untragbarer Zustand“.

Hinter der Zahl steckten nicht nur Einzelschicksale, es handele sich vielmehr um eine Missachtung humanitärer Grundregeln insgesamt, betonte der DRK-Präsident. Die Helfer, die unter widrigen Bedingungen und großen Risiken das Leid anderer Menschen lindern wollten, seien ein Sinnbild an Mitmenschlichkeit. „Es ist von sehr großer Bedeutung, dass den Regeln im bewaffneten Konflikt, dem humanitären Völkerrecht, endlich wieder mehr Geltung verschafft wird und das Recht umfassend durchgesetzt wird“, sagte Gröhe.