Kinderhospize laden zum bundesweiten Aktionstag

Kinderhospize laden zum bundesweiten Aktionstag
Aufmerksamkeit für schwerkranke junge Menschen: Der Deutsche Kinderhospizverein veranstaltet am 10. Februar wieder einen bundesweiten Aktionstag. Erstmals wurde vor 20 Jahren ein Tag der Kinderhospizarbeit ausgerufen.

Olpe (epd). Der diesjährige bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit legt am 10. Februar einen Fokus auf die Themen Barrierefreiheit und Teilhabe. Mit dem Tag, der zum 20. Mal begangen wird, sollen die Arbeit der Kinder- und Jugendhospize vorgestellt und junge Menschen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung sowie deren Familien ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt werden, wie der Deutsche Kinderhospizverein am Donnerstag im sauerländischen Olpe mitteilte. Als Symbol des Aktionstages dienen grüne Bänder.

Auch wenn mittlerweile in der Kinder- und Jugendhospizarbeit in Deutschland schon einiges erreicht worden sei, gebe es noch Verbesserungsbedarf, erklärten die Organisatoren. „Mangelnde Barrierefreiheit, überbordende Bürokratie und fehlende inklusive Angebote bringen die Familien genau wie vor 20 Jahren an die Grenze ihrer Belastbarkeit“, mahnte der Kinderhospizverein.

Aktionstag seit 2006

Ziel des Tages der Kinderhospizarbeit sei es deshalb, über die Lebensumstände der Familien zu informieren, sich mit ihnen zu solidarisieren und gemeinsam Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Der Aktionstag wurde im Jahr 2006 vom Kinderhospizverein gestartet, damals gab es Veranstaltungen in Lünen, Hamm, Kamen und Unna. Mittlerweile werde der Tag von Akteuren an mehr als 200 Orten bundesweit unterstützt.

Laut Kinderhospizverein sind derzeit in Deutschland 22 stationäre Kinder- und Jugendhospize in Betrieb. Hinzu kommen 179 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste.