Berlin (epd). Mit mehreren Veranstaltungen wird am Dienstag in Berlin an die Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus erinnert. Unter anderem sind eine Kunstaktion, Kranzniederlegungen und mehrere Gottesdienste geplant. Anlass ist der internationale Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Am Dienstag jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal.
Unter anderem wollen am Mahnmal „Gleis 17“ am Bahnhof Grunewald Vertreter der Fußballclubs Hertha BSC und 1. FC Union sowie des Berliner Fußball-Verbands und vom schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo Kränze niederlegen (10 Uhr). Mit dabei ist die ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind. Von hier aus wurden ab Herbst 1941 ungefähr 10.000 deutsche Juden in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert und größtenteils ermordet.
Kunstaktion am „Gleis 17“
Für den Nachmittag hat die „Polit-Putze“ Irmela Mensah-Schramm eine Kunstaktion am „Gleis 17“ geplant. Die vielfach ausgezeichnete Aktivistin will damit auf ein nach ihren Angaben „seit vielen Jahrzehnten leerstehendes Bahnwärterhäuschen“ aufmerksam machen, das als Informationsort genutzt werden könnte (14 Uhr).
In der Französischen Friedrichstadtkirche wird für Dienstagabend zu einem Gottesdienst eingeladen (19 Uhr). Er wird gemeinsam mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und dem Institut Kirche und Judentum veranstaltet. Weitere Gottesdienste sind etwa in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (18 Uhr) und in der St. Annen-Kirche Dahlem (18 Uhr) geplant. Der Bundestag kommt am Mittwoch zu seiner traditionellen Gedenkstunde zusammen.


