Berlin (epd). Mehrere deutsche Unternehmen haben zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar ihre historische Verantwortung für die Erinnerung an die Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten betont. In einer gemeinsamen, am Montag in Berlin veröffentlichten Erklärung sprechen sie sich unter anderem gegen Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung aus und fordern gegenseitigen Respekt und ein offenes Miteinander.
Zu den Unternehmen zählen neben dem Fußballclub Borussia Dortmund die Deutsche Bahn, Volkswagen, Mercedes Benz und die Deutsche Bank. In der mit dem Freundeskreis der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem verfassten Erklärung wird auch die Bedeutung konkreter Erinnerungsprojekte für nachfolgende Generationen betont.
Für eine lebendige Erinnerungskultur
Die Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, erklärte, das Gedenken an die Opfer der Schoah sei für die Bahn fester Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung: „Wir treten entschieden gegen Antisemitismus sowie jede Form von Ausgrenzung, Hass und Hetze ein.“
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG betonte, der Konzern stehe für eine lebendige Erinnerungskultur. „Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung haben in unserer Welt keinen Platz.“ Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürften sich nicht wiederholen.
Der Chef von Mercedes-Benz, Ola Källenius, erklärte: „Wir müssen die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus dauerhaft wachhalten.“ Nur so lasse sich „eine Wiederholung des Unvorstellbaren verhindern“.


