Bad Arolsen (epd). Das NS-Dokumentationszentrum Arolsen Archives hat dazu aufgerufen, bei der Digitalisierung von Dokumenten über Überlebende aus der Zeit des Nationalsozialismus zu helfen. Im Rahmen der „#everynamecounts“-Challenge („Jeder Name zählt“) sollen in diesem Jahr rund 58.000 historische Quellen des Archivdiensts für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv digital erfasst werden, teilten die Arolsen Archives am Donnerstag in Bad Arolsen mit.
Die Kartei enthalte Informationen zu NS-Opfern, die über das Sammellager Mechelen in Belgien oder verschiedene Lager in Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden. Um die Erinnerungen an die Opfer, etwa ihre Namen, nicht zu verlieren, rufe man Freiwillige dazu auf, an der Aktion teilzunehmen.
Gemeinsam mit anderen der Opfer gedenken
Ab dem 26. Januar um 8 Uhr stünden dazu die Dokumente der Opfer zur Eingabe online auf der Seite der Arolsen Archives bereit. Die Digitalisierung der wichtigsten Informationen auf den Karteikarten soll laut Arolsen Archives über ein leicht verständliches Online-Tool erfolgen. Teilnehmende könnten dort einen eigenen Account anlegen oder eine Gruppe gründen, um sich gemeinsam mit anderen zu engagieren.
Die Arolsen Archives sind das weltweit größte Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie enthält Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes.


