Genf (epd). Katastrophale Überschwemmungen haben mehr als 500.000 Menschen in Mosambik in tiefe Not gestürzt. Viele Menschen hätten Hab und Gut verloren, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Dienstag in Genf mit.
Die Wassermassen erhöhten das Risiko für Krankheiten und setzten die Menschen in städtischen Gebieten der Gefahr durch Krokodile aus. Die Ocha-Leiterin in Mosambik, Paola Emerson, sagte, die Zahl der Opfer steige. Die Überschwemmungen hielten nach den wochenlangen starken Regenfällen weiter an und führten zu einem Überlaufen von Dämmen.
Neun von zehn Menschen leben in Lehmhäusern
Emerson zufolge leben neun von zehn Menschen in dem südafrikanischen Land in Lehmhäusern, die „nach wenigen Tagen Regen praktisch wegschmelzen“. Auch Gesundheitseinrichtungen und wichtige Infrastruktur seien stark betroffen. Die Hauptstraße, welche die Hauptstadt Maputo mit dem Rest des Landes verbinde, sei unpassierbar.
Mosambik liegt im südlichen Afrika am Indischen Ozean. Das Land gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Im Norden Mosambiks terrorisieren islamistische Banden die Bevölkerung.


