Knapp 30 Prozent der Schüler haben Einwanderungsgeschichte

Knapp 30 Prozent der Schüler haben Einwanderungsgeschichte
Fast ein Drittel der deutschen Schülerinnen und Schüler hat ausländische Wurzeln. Migrationshintergrund. Bei den Lehrkräften sind es weniger, doch nimmt der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte an den Schulgemeinden zu.

Wiesbaden (epd). Ein knappes Drittel der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen hat im Jahr 2024 eine Einwanderungsgeschichte gehabt. Ihr Anteil betrug 29 Prozent und damit 3 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt der gesamten Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Deutlich niedriger war der Anteil mit 11 Prozent im vorvergangenen Jahr unter den Lehrkräften.

Eine Person hat nach der maßgeblichen Definition eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit dem Jahr 1950 nach Deutschland gezogen sind. Bei zusätzlichen 12 Prozent der Schülerschaft war der Mitteilung zufolge nur ein Elternteil nach Deutschland zugewandert, gut die Hälfte (59 Prozent) hatte keine Einwanderungsgeschichte. Unter den Lehrkräften hatten noch einmal 5 Prozent nur einen eingewanderten Elternteil und 84 Prozent gar keine Einwanderungsgeschichte.

Schulgemeinden 2024 migrantischer als 2019

Innerhalb von fünf Jahren seien die Schulgemeinden internationaler geworden, hieß es von der Statistikbehörde: 2019 hätten noch 26 Prozent der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte, 3 Prozentpunkte weniger als der jüngste verfügbare Wert aus dem Jahr 2024. Unter den Lehrkräften lag der Anteil der Personen mit Einwanderungsgeschichte 2019 bei 9 Prozent und war somit um 2 Prozentpunkte geringer als 2024. Zu den Herkunftsländern der Menschen mit Migrationshintergrund machte das Bundesamt keine Angaben.