Rheinische Kirche kürzt Haushalt um mehr als 30 Millionen Euro

Rheinische Kirche kürzt Haushalt um mehr als 30 Millionen Euro
Ohne große Debatte verabschiedet die rheinische Kirche einschneidende Sparmaßnahmen. Das Paket wird leicht abgemildert und dann einstimmig beschlossen.

Bonn (epd). Die Evangelische Kirche im Rheinland hat am Montag in Bonn drastische Haushaltskürzungen von mehr als 30 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 beschlossen. Starke Einschnitte in der zweitgrößten deutschen Landeskirche mit über zwei Millionen Mitgliedern soll es demnach wie geplant unter anderem mit rund 2,75 Millionen Euro bei den Evangelischen Studierendengemeinden (ESGn) und ihren Wohnheimen geben.

Abgemildert wurden die mehr als 60 Sparvorschläge vom rheinischen Kirchenparlament, der Landessynode, vor allem im Sozialbereich. Die 235 Seiten umfassende „Finanzstrategie“ verabschiedete die Synode anschließend einstimmig.

Gut ein Fünftel des Etats fällt weg

Das Sparvolumen entspricht gut einem Fünftel des Etats auf der landeskirchlichen Ebene, die 527 Kirchengemeinden zwischen Niederrhein und Saar sind davon nicht direkt betroffen. Vor dem Hintergrund sinkender Finanzkraft sollen die Ausgabenkürzungen den Haushalt sanieren und die Landeskirche zukunftsfest machen.

Zu den Änderungen der Vorlage gehört, dass der mit einer Million Euro dotierte Arbeitslosenfonds nicht gestrichen, sondern um ein Viertel gekürzt wird. Auch der mit gut 125.000 Euro gefüllte landeskirchliche Härtefonds wird nicht abgeschafft, sondern um 55.000 Euro reduziert. Erhalten bleiben zudem die bisherigen Haushaltsmittel für Flüchtlingsprojekte, die laut Vorlage um ein Fünftel verringert werden sollten. Die vorgesehene Kürzung im Etat der Stabsstelle Gender und Vielfalt beträgt 13,5 Prozent statt der zunächst geplanten 20 Prozent.