Hamburg (epd). Die drei Hamburger Schmidt-Stiftungen haben die erneute Schändung des Grabes von Helmut und Loki Schmidt als „geistlosen Vandalismus“ scharf verurteilt. Unbekannte hatten am Sonntagnachmittag das Grab des ehemaligen Bundeskanzlers und seiner Frau auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf mit Hakenkreuzen beschmiert, wie die Stiftungen am Montag mitteilten. Die orangefarbenen Schmierereien seien provisorisch überdeckt worden.
Hintergründe zur Tat sind laut Polizei noch unklar, der Staatsschutz ermittelt. Bereits im Dezember 2023 hatte es dort Hakenkreuz-Schmierereien gegeben.
Einsatz für Demokratie und Völkerverständigung
Die Tat sei ein massiver Versuch, das Andenken der beiden zu beschädigen, hieß es in der Stellungnahme der Stiftungen. Loki und Helmut Schmidt hätten sich stets für Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung eingesetzt. „Menschenverachtende Gewaltherrschaft und Antisemitismus lehnten sie entschieden ab“, so die Erklärung der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, Helmut und Loki Schmidt-Stiftung und der Loki Schmidt Stiftung.
Helmut Schmidt (SPD) war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Er starb 2015, seine Ehefrau Loki 2010.


