Potsdam (epd). Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hofft auf ein weiteres Sonderinvestitionsprogramm in dreistelliger Millionenhöhe für ihre Denkmäler in Berlin und Brandenburg. Gespräche darüber seien mit den Zuwendungsgebenden und den zuständigen Parlamenten geplant, sagte Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Potsdam: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und eine Liste dafür vorbereitet.“ Zur Stiftung gehören unter anderem Schloss Sanssouci in Potsdam und das Berliner Schloss Charlottenburg.
Im ersten Sonderinvestitionsprogramm des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg für die Schlösserstiftung standen von 2008 bis 2017 rund 155 Millionen Euro zur Verfügung. Im zweiten Investitionsprogramm sind von 2018 bis 2030 rund 400 Millionen Euro zusätzliche Mittel vorgesehen. Daneben verfügt die Stiftung über einen regulären Haushalt von knapp 53 Millionen Euro.
Stiftung möchte Fachleute halten
„Das ist eine größere und komplexere Verhandlung“, sagte Vogtherr: „Wir brauchen etwas mindestens in der Größenordnung des zweiten Sonderinvestitionsprogramms, wenn wir in einer ähnlichen Geschwindigkeit und mit einem ähnlichen Erfolg weitergehen wollen.“ Wichtig sei auch ein rechtzeitiger Start. „Wir haben einen herausragenden Stab von Expertinnen und Experten, die für die Sonderinvestitionsprogramme verantwortlich sind, den wir natürlich halten wollen“, sagte der Generaldirektor.
Vor Beginn des ersten Programms sei der Investitionsbedarf möglichst genau ermittelt worden, sagte Vogtherr: „Davon werden wir bis 2030 ein gutes Drittel geschafft haben.“ Unter anderem seien am Neuen Palais im Park Sanssouci das Kellergeschoss und das Fundament gesichert worden. „Das Palais steht jetzt das erste Mal in seinem Leben trocken, es ist jetzt von unten sicher“, sagte der Generaldirektor. Derzeit werde das Dach gesichert.
„Das Schloss, bei dem wir am allerweitesten sind, ist Charlottenburg“, betonte er. Auch am Schloss Cecilienhof in Potsdam und an weiteren Denkmälern gebe es große Fortschritte. Zugleich sei viel in den Erhalt und die Pflege der Sammlungen investiert worden, unter anderem mit Restaurierungswerkstätten und Depots.
Schäden werden größer
An den Bauwerken, die noch nicht saniert werden konnten, würden die Schäden jedoch immer größer, sagte Vogtherr. Dazu gehörten unter anderem zwei Gebäude im Park Sanssouci und das Jagdschloss Stern bei Potsdam. „Schloss Babelsberg steht noch an, Schloss Sanssouci braucht eine Außensanierung“, betonte der Generaldirektor: „Wir haben noch jede Menge zu tun“.


