EU mahnt Holocaust-Gedenken und Antisemitismus-Bekämpfung an

EU mahnt Holocaust-Gedenken und Antisemitismus-Bekämpfung an
Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erinnert die EU an die Opfer der Shoah und unterstreicht ihre Strategie gegen Antisemitismus sowie für jüdisches Leben in Europa.

Brüssel (epd). Zum kommenden Internationalen Holocaust-Gedenktag erinnert die EU-Kommission an die Opfer der Shoah und dringt auf die Bekämpfung von Antisemitismus. EU-Innen- und Migrationskommissar Magnus Brunner erklärte am Mittwoch in Brüssel: „Unsere Zukunft - und die unserer Demokratie - hängt davon ab, dass wir uns an die Vergangenheit erinnern und aus ihr lernen.“ Mit der Zeit würden die letzten lebenden Zeugen der Gräueltaten des Holocaust sterben. Europa müsse sicherstellen, dass wir niemals vergessen.

Dieses Ziel verfolgt die EU mit ihrer „Strategie zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung des jüdischen Lebens“. Sie umfasst 90 Maßnahmen, darunter den Schutz öffentlicher Räume, Kultstätten und Friedhöfe sowie die Förderung jüdischen Lebens und des Holocaust-Gedenkens. Im Rahmen der Strategie hat die Kommission auch das Europäische Netzwerk der Gedenkstätten des Holocaust ins Leben gerufen, um das Erinnern in Zeiten zunehmenden Antisemitismus zu stärken. Der Internationale Holocaust-Gedenktag wird am 27. Januar begangen.