Zu wenig Wasser in der Elbe

Zu wenig Wasser in der Elbe
Die Klimakrise hat die Elbe fest im Griff. Unter dem zu geringen Wasserstand leidet auch die Flusslandschaft.

Dresden (epd). Die Elbe verzeichnet chronischen Wassermangel. Der Wasserstand des Flusses habe sich 2025 zehn Monate lang auf sommerlichen Tiefstständen bewegt, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Sachsen am Dienstag in Dresden mit. Damit habe der Fluss fast durchgängig Niedrigwasser geführt.

Die herkömmliche Regel, dass die Elbe im Winter und Frühjahr ausreichend Wasser führe und mit Niedrigwasser erst im Sommer bis zum Herbstanfang zu rechnen sei, gelte nicht mehr. Der Vorsitzende des BUND Sachsen, Felix Ekardt, erklärte: „Der Klimawandel hat die Elbe fest im Griff - zehn Monate Niedrigwasser gehören zur neuen Realität.“

Kaum mehr Güterschifffahrt

Laut BUND wurde die angestrebte Mindesttiefe für die Schifffahrt von 1,40 Meter seit Ende Februar 2025 mit Ausnahme von zwei Wochen nicht erreicht. Selbst eine Tiefe von einem Meter sei über viele Monate unterschritten worden, hieß es. Von den langjährigen Mittelwasserständen sei die Elbe weit entfernt. Die Güterschifffahrt sei daher nahezu zum Erliegen gekommen.

Aber nicht nur der Fluss leide unter dem Wasserdefizit, sondern die gesamte Landschaft. Bei lang anhaltendem Niedrigwasser würden die Grundwasserstände nicht wieder aufgefüllt. Das habe Folgen für Wälder, Felder und Wiesen. Die vertiefte Wasserstraße der Elbe ziehe das Wasser aus der Landschaft.