Rom (epd). Papst Leo XIV. hat die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado am Montag in einer Privataudienz empfangen. Das geht aus einer Mitteilung über die Aktivitäten des Papstes hervor, die der Vatikan veröffentlicht hat. Der Besuch der venezolanischen Oppositionsführerin war zuvor nicht angekündigt worden. Über den Inhalt des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt.
Machado wurde im vergangenen Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Am 3. Januar war der Präsident Nicolás Maduro durch eine US-Intervention abgesetzt und in die USA gebracht worden. US-Präsident Donald Trump hatte sich danach gegen Machado als Interimspräsidentin ausgesprochen. Aktuell fungiert die ehemalige Vizepräsidentin, Delcy Rodríguez, als Regierungschefin.
Italiener aus Gefangenschaft freigelassen
Die Washington Post hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass es um die Weihnachtstage herum, also vor der US-Intervention, Bemühungen von Seiten des Vatikans gegeben habe, dem venezolanischen Staatschef Maduro Exil in Russland anzubieten. Der Vatikan wollte diese Berichte weder bestätigen, noch dementierte er sie. „Es ist enttäuschend, dass Teile eines vertraulichen Gesprächs veröffentlicht wurden, die den Inhalt des Gesprächs, das während der Weihnachtszeit stattfand, nicht genau wiedergeben“, zitiert die Washington Post eine Mitteilung der Pressestelle des Vatikans an die Zeitung.
In Italien sorgte unterdessen die Nachricht über die Freilassung zweier Italiener aus Gefängnissen in Venezuela für Erleichterung. „Heute ist ein sehr positiver Tag, denn das Leiden zweier Familien hat ein Ende“, sagte Außenminister Antonio Tajani anlässlich der Freilassung von Alberto Trentini und Mario Burlò. Beide waren seit mehr als einem Jahr in Caracas inhaftiert.
Trentini war im November 2024 inhaftiert worden. Er war laut italienischen Medienberichten erst kurz zuvor als humanitärer Helfer im Auftrag der NGO „Humanity & Inclusion“, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt, nach Venezuela gekommen. Mario Burlò, ein Geschäftsmann aus Turin, sei „willkürlich“ festgenommen worden, betonten seine Anwälte immer wieder gegenüber italienischen Journalisten. Eine formelle Anklage sei nie erhoben worden.


