Köln (epd). Das Erzbistum Köln rechnet für das Jahr 2026 mit leicht höher ausfallenden Kirchensteuereinnahmen als im Vorjahr. Diese dürften bei insgesamt 674 Millionen Euro netto liegen, heißt es in dem am Montag in Köln veröffentlichten Wirtschaftsplan. Das seien 1,3 Prozent mehr als in der Prognose für 2025. Ergänzt um Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen, Umsatzerlöse und sonstige Erträge ergebe sich ein Gesamtertrag von 925 Millionen Euro, dem prognostizierte Aufwendungen von 967 Millionen Euro gegenüberstehen. Unter Berücksichtigung eines positiven Finanzergebnisses in Höhe von 39 Millionen Euro, etwa aus Dividenden oder Zinserträgen, rechnet das Erzbistum mit einem Jahresfehlbetrag von 2,8 Millionen Euro. Dieser soll aus der Ausgleichsrücklage bestritten werden.
Für den Kern der pastoralen Aufgaben stehen laut Ökonom Gordon Sobbeck insgesamt 334 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind für die regionale Seelsorge 245 Millionen Euro vorgesehen, für besondere pastorale Aufgaben 89 Millionen Euro. Für Bildung und Wissenschaft plant das Erzbistum 68 Millionen Euro ein, für Kitas 78 Millionen Euro. Die umfangreichen Aufgaben der Caritas würden mit 64 Millionen Euro „weiter stabilisiert“, hieß es. Mission und Entwicklungshilfe erhalten 41 Millionen Euro. Für pastorale und karitative Aufgaben stünden im Jahr 2026 damit insgesamt zwölf Millionen Euro mehr zur Verfügung als 2025, erklärte Sobbeck.
Rund 19 Millionen für Sanierungen und Bauprojekte
Bei der Fortsetzung des „Transformationsprogramms“ investiert das Erzbistum Köln nach eigenen Angaben insgesamt 2,1 Millionen Euro für die Kernprojekte „Verwaltung Pastorale Einheiten“, „Kita Träger“, „Serviceangebote für Pastorale Einheiten“ und „Pfarrliche Immobilien“. Weitere Projektmittel belaufen sich auf rund 35,6 Millionen Euro, davon entfallen rund 19,2 Millionen Euro auf Bauprojekte wie etwa Sanierungen.
Die Katholino gGmbH, die als Trägergesellschaft für kirchengemeindliche Kindertagesstätten gegründet worden ist, erhält 2026 Zuschüsse von rund 40 Millionen Euro. Die rund 540 katholischen Kindertagesstätten werden von Januar 2026 bis Sommer 2027 sukzessive in die Katholino gGmbH überführt.


