Potsdam (epd). Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat den Bund aufgefordert, mehr Fördermittel für den Erhalt der NS-Gedenkstätten bereitzustellen. Dafür müsse dringend ein Bund-Länder-Programm aufgelegt werden, sagte Schüle am Montag in Potsdam. Sie erwarte, dass der Bund seiner Verantwortung dafür nachkomme. Der Erhalt der letzten Zeugnisse der Gräuel und Verbrechen der Nationalsozialisten müsse gesichert werden.
In Brandenburg liegen unter anderem die KZ-Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück. In den beiden Konzentrationslagern waren in der NS-Zeit mehr als 300.000 Menschen inhaftiert. Zehntausende von ihnen wurden ermordet oder kamen dort auf andere Weise ums Leben. Schüle sagte mit Blick auf die Finanzierung der Gedenkstätten, sie erwarte von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos), „seinen Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen“.
Notmittel für Gedenkstätte
In Brandenburg sind im vergangenen Jahr rund 106 Millionen Euro in den Erhalt und die Förderung von Denkmälern investiert worden. Schüle sagte, darunter seien auch Notfallhilfemittel für die Gedenkstätte Sachsenhausen zur Behebung von Sturmschäden an einer Häftlingsbaracke gewesen.


