Berlin (epd). Rund hundert Exil-Iraner haben am Brandenburger Tor in Berlin ihre Solidarität mit landesweiten Protesten gegen das herrschende Regime zum Ausdruck gebracht. Mit iranischen Flaggen und Schildern demonstrierten sie am Samstagnachmittag gegen die Niederschlagung von Protesten und für einen Regimewechsel in ihrem Heimatland. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte der Nationale Widerstandsrat Iran, in dem mehrere Oppositionsgruppen zusammengeschlossen sind.
Auf Schildern war etwa zu lesen „Nein zur Mullah-Diktatur“, „Für eine demokratische Republik“, „Solidarität mit Irans Aufstand“ und „Regime Change“. Besorgt zeigten sich die Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer darüber, dass das Internet im Iran inzwischen abgeschaltet sei. Damit wolle das Regime sowohl die Informationsweitergabe als auch die Kommunikation der Protestierenden im Land unterbinden. Die Menschen im Iran gingen für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie auf die Straße, hieß es.
Schon Dutzende Tote
Bundesregierung und EU müssten das gewaltsame Vorgehen des Regimes gegen Demonstrierende klar verurteilen, forderten die Teilnehmenden. Nach Einschätzung von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International gab es bei den landesweiten Protesten bereits Dutzende Tote. Nach Recherchen der Menschenrechtsorganisation starben allein zwischen dem 31. Dezember 2025 und dem 3. Januar mindestens 28 Menschen, darunter Kinder, in 13 Städten. Hunderte seien willkürlich festgenommen worden.


