Berlin (epd). Im Jahr 2024 sind mehr Menschen in Deutschland durch den Verzehr von Lebensmitteln krank geworden als in den Vorjahren. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Donnerstag in Berlin mitteilte, wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 271 Krankheitsausbrüche gemeldet, die zu 2.400 Erkrankungen führten. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 hätten im Schnitt jährlich nur rund 191 Krankheitsausbrüche zu 1.515 Erkrankungen geführt.
Fast jede fünfte erkrankte Person (451) musste im Jahr 2024 ins Krankenhaus gebracht werden. Acht Menschen starben laut BVL an einer lebensmittelbedingten Krankheit. Erstmals seien die meisten Krankheitsausbrüche von „Take-Away und Fast-Food-Imbissen“ verursacht worden, dahinter folgten Privathaushalte. Häufigster Auslöser seien mit einem Anteil von einem Drittel Salmonellen gewesen. Dahinter folgten in einem Viertel der Fälle Bakterien der Gattung Campylobacter, die unter anderem beim Verzehr von Geflügel und Rohmilch übertragen werden können.
Hauptverursacher rohes Schweinehack
Die meisten der Ausbrüche mit hoher Evidenz, die also sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit verzehrten Lebensmitteln stehen, waren demnach auf tierische Lebensmittel (47 Prozent) zurückzuführen, insbesondere auf rohes Schweinehackfleisch. Für jeden dritten Fall seien pflanzliche Produkte verantwortlich gewesen.
Von einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch wird laut BVL immer dann gesprochen, wenn zwei oder mehr Menschen an demselben Lebensmittel erkrankt sind. Der Bericht zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in Deutschland wird jährlich gemeinsam vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie vom RKI erstellt.


