Washington (epd). Die USA ziehen sich aus der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen zurück. Das geht aus einem von Präsident Donald Trump unterzeichneten Memorandum hervor, das das Weiße Haus am Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichte.
Insgesamt listet das Papier 31 UN-Organisationen auf, aus denen die USA aussteigen. Zudem verlässt Washington 35 weitere internationale Institutionen, die nicht zu den UN gehören, wie das Weiße Haus auf X mitteilte. Eine Mitgliedschaft in den betroffenen Organisationen widerspreche den Interessen der USA, erklärte Trump.
Sekretariat in Bonn
Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zum Klimawandel (UNFCCC) wurde 1992 auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro verabschiedet. Darin verpflichtete sich die Staatengemeinschaft erstmals, gegen den Klimawandel vorzugehen. Die Konvention trat 1994 in Kraft, über 190 Staaten haben sie ratifiziert. Das Sekretariat des UNFCCC hat seinen Sitz in Bonn. Vertreter der Vertragsstaaten treffen sich jährlich zur UN-Klimakonferenz.
Die Konvention bildete die Grundlage für die Aushandlung des 1997 verabschiedeten Kyoto-Protokolls und des 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommens. Das Kyoto-Protokoll sah rechtsverbindliche CO2-Minderungsverpflichtungen für Industrieländer vor. Mit dem Pariser Abkommen verpflichteten sich alle Staaten, die Temperaturerhöhung auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.
Bereits kurz nach seinem zweiten Amtsantritt vor einem Jahr hatte Trump den Rückzug seines Landes aus dem Pariser Abkommen verkündet. Auch in Trumps erster Amtszeit waren die USA aus dem Abkommen, aber nicht aus der Klimarahmenkonvention ausgestiegen. Unter Präsident Joe Biden war das Land der Pariser Übereinkunft wieder beigetreten.


