Mexiko-Stadt (epd). Die mexikanische Regierung hat den US-Militärschlag gegen Venezuela entschieden verurteilt. Dieser verletzte die UN-Charta, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Samstag (Ortszeit) auf der Plattform X. Der zweite Artikel der Charta verbiete die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates.
Das mexikanische Außenministerium erinnerte in einer Mitteilung daran, dass Lateinamerika und die Karibik 2014 von Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) zu „einer Zone des Friedens“ erklärt wurden, die auf gegenseitigem Respekt und dem Verbot der Anwendung und Androhung von Gewalt basiert. Jegliche Militäraktion gefährde die regionale Stabilität, warnte das Außenministerium.
Aufruf an Vereinte Nationen
Angesichts der Ereignisse in Venezuela forderte Mexiko die Vereinten Nationen auf, „unverzüglich zu handeln“, um Bedingungen zu schaffen, die eine „friedliche, nachhaltige und im Einklang mit dem Völkerrecht stehende Lösung“ ermöglichen.
Auch der mexikanische Ex-Präsident Andrés Manuel López Obrador (2018-2024) meldete sich überraschend aus seinem Ruhestand zu Wort. Obrador warf US-Präsident Donald Trump in einem Facebook-Post vor, dass seine Regierung wie ein weltweiter Tyrann agiere.
Die USA hatten Venezuela in der Nacht zum Samstag angegriffen, Präsident Nicolás Maduro wurde festgesetzt und außer Landes gebracht. Der 63-Jährige soll in den USA vor Gericht gestellt werden.

