Trump: USA haben Venezuela angegriffen und Maduro festgenommen

Trump: USA haben Venezuela angegriffen und Maduro festgenommen
Nach monatelangen Drohungen greifen die USA Venezuela an. Präsident Nicolás Maduro sei außer Landes gebracht worden, teilt US-Präsident Donald Trump mit.

Frankfurt a.M., Washington (epd). US-Präsident Donald Trump hat einen Angriff des US-Militärs auf Venezuela bestätigt. Präsident Nicolás Maduro sei zusammen mit seiner Frau festgenommen und aus dem Land geflogen worden, erklärte Trump am frühen Samstagmorgen in seinem Netzwerk Truth Social. Er kündigte für 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit eine Pressekonferenz in Mar-a-Lago in Florida an.

Nach Berichten über Kampfflugzeuge über der Hauptstadt Caracas in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) und Explosionen sowie Stromausfällen in mehreren Landesteilen hatte Venezuela in einer öffentlichen Erklärung von einer „eklatanten Verletzung der Charta der Vereinten Nationen“ gesprochen, die den Frieden in der gesamten Region gefährde.

Drohungen seit mehreren Monaten

Seit August 2025 hatte die US-Regierung mit einem militärischen Vorgehen gegen venezolanisches Staatsgebiet gedroht. Zur Begründung verwies Washington auf den Kampf gegen Drogenproduktion und -handel. In diesem Zusammenhang hatte die US-Marine bereits mehrere Fischerboote aus Venezuela und Kolumbien in internationalen Gewässern versenkt, die mutmaßlich Drogen transportierten. Präsident Trump erklärte wiederholt, er strebe einen Regimewechsel in Venezuela an und schließe dabei auch ein militärisches Vorgehen nicht aus.

In Venezuela regierte Präsident Maduro seit 2013 zunehmend autoritär. Die USA haben das südamerikanische Land seit 2015 mit Sanktionen belegt.