Berlin (epd). Nach fast sechs Jahren Sanierungsarbeiten an der Hohenzollerngruft sind alle 91 Sarkophage wieder in die Grablege im Berliner Dom zurückgekehrt. Der mehrere Tonnen schwere Sarg des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688) aus schlesischem Marmor wurde am Mittwoch als erstes enthüllt. Die Rückführung der Särge aus ihrer Interimsstätte, einem Kunstdepot in Pankow, habe sechs Wochen gedauert.
Dompredigerin Christiane Münker sagte, mit dem neuen Gräberfeld gehe eine veränderte Raumführung einher. Die Sarkophage seien chronologischer angeordnet: „So gut sortiert wie jetzt waren sie wahrscheinlich noch nie.“ Familiäre Zusammenhänge könnten besser wahrgenommen werden.
Wiedereröffnung im Frühjahr 2026
Im Rahmen der Sanierung wurden unter anderem ein barrierefreier Zugang und neue Sanitäreinlagen eingebaut. Darüber hinaus erhielt die Grablege eine neue Klimatisierung, um die Särge langfristig zu erhalten. Auch sei in einigen Bereichen eine Fußbodenheizung eingebaut worden. Die Bauarbeiten seien allerdings noch nicht abgeschlossen. Mit rund 29 Millionen Euro werde die Sanierung deutlich teurer als geplant, ursprünglich wurden die Kosten auf 17,3 Millionen Euro geschätzt.
Die Hohenzollerngruft soll am 28. Februar mit einem kostenlosen „Tag der offenen Tür“ wiedereröffnet werden. Am 1. März werde bei einem Festgottesdienst mit Gästen aus Kultur, Politik, Kirche und Gesellschaft gefeiert. Die Gruft war seit dem 1. März 2020 saniert worden.


