Hamburg (epd). Das dänische Architekturbüro Bjarke Ingels Group (BIG) hat den Wettbewerb zum Neubau der Hamburgischen Staatsoper gewonnen. Eine Jury aus Vertretern der Stadt, der Kühne-Stiftung und externen Experten sprach sich einstimmig für den Entwurf des Kopenhagener Büros aus, wie die Kulturbehörde der Hansestadt am Donnerstag mitteilte.
Der Entwurf sehe „ein herausragendes Opernhaus mit einer einladenden, rundum begehbaren Dachlandschaft vor, die sich zu allen Seiten zur Elbe und in die Stadt hinein öffnet“, hieß es. Standort soll das Baakenhöft in der Hafencity sein.
Die Jury sehe in dem Entwurf eine „gelungene Symbiose aus guten Bedingungen für ein Opernhaus und spannendem Wahrzeichen für alle Hamburgerinnen und Hamburger“. Als besonderes Merkmal würdigte sie sogenannte Dachauskragungen der Fassade, aus denen eine Kaskade von Balkonen resultiere: „De facto entsteht eine Spirale aus Dachgärten, die mit einheimischen Bäumen, Büschen und Gräsern bepflanzt wird und der Öffentlichkeit als Aufenthaltsort zur Verfügung gestellt wird.“
Kühne-Stiftung hat das letzte Wort
Der Siegerentwurf werde in den kommenden voraussichtlich zwei Jahren in Abstimmung mit Stiftung, Stadt und Staatsoper konkretisiert. Am Ende dieser erweiterten Vorplanung und einer belastbaren Kostenschätzung werde die Kühne-Stiftung abschließend über die Realisierung des Neubaus entscheiden.
Die Stadt hatte sich im Februar mit der Stiftung des Unternehmers Klaus-Michael Kühne auf den Vertrag über einen Neubau auf dem Baakenhöft geeinigt. Eine Projektgesellschaft, an der Stiftung, Stadt und Oper beteiligt sind, soll die Oper bauen. Die Stadt beteiligt sich für standortspezifische Mehrkosten wie Gründung und Flutschutz mit 147,5 Millionen Euro. Der Betrag sei gedeckelt.
Zusätzlich sollen rund 104 Millionen Euro für die Herrichtung des Grundstücks, Erschließung, Freiraum, Promenade und Ufereinfassung übernommen werden. Die weiteren Kosten für den Bau übernimmt die Stiftung. Nach Fertigstellung sollen das Gebäude und die Anteile der Stiftung an der Projektgesellschaft als Schenkung an die Stadt übergehen.


